Lasst mich etwas ausholen. Aufgestanden bin ich um sechs Uhr. Nicht freiwillig,aber irgendwie konnte ich nicht länger schlafen. Zum Frühstück habe ich mir dann Kartoffeln mit Quark genehmigt, um noch mal Kohlenhydrate zu tanken und natürlich auch zwei Bananen. Nachdem ich dann um halb neun dann endlch nach Sankt Wendel gefahren bin, bin ich um 9 Uhr 15 angekommen. Jetzt begann das geroße Überlegen, kurze Laufhose oder doch die lange, Jacke an oder lieber doch nicht. Wenn ich mir die ganzen Läufer angeschaut habe,die sich dort warmliefen, hätte ich wohl für die kurzen Hosen und ohne Jacke entscheiden müssen, aber irgendwie war es mir dann doch zu kalt und ein so hartgesottener Läufer bin ich dann doch nicht. Also lange Hose und Jacke an - Startummer befestigt und mit dem Einlaufen begonnen. Nachdem ich dann meinen Körper auf Etriebstemperatur gebracht hatte, bin ich dann in den Startbereich rein. Man kommt sich da vor wie in einem Bienenstock. Naja kein Wunder bei knapp 4000 Läufern und irgendwie wollten alle nach vorne. Ich habe mich nur nach dem PAcemaker für 4 Stunden Marathon/2 Stunden Halbmarathon umgeschaut und mich in dessen Nähe aufgestellt.
Nach unendlich langen 10 Minuten Wartezeit fiel dann endlich der Startschuss und die ganze Meute setzte sich langsam in Bewegung. Der erste Kilometer ist immer der schlimmste,da alles drunter und drübergeht. Man kommt einfach nicht in seinen Laufrhythmus hinein,weil das Gedrängel einfach zu groß ist. Erinnerte mich an meine beiden ersten Habmarathons: Da lief ich ja auch wie von der Tarantel gestochen los und bereute es im Laufe des weiteren Laufs. Nachdem sich nun dann so langsam das Feld immer weiter auseinandergezogen hatte,habe ich mich endlich richtig an den Pacemaker herangekämpft und bin dann locker neben ihm her gelaufen. Ab Kilometer 2 habe ich dann immer wieder meine Kilometerzwischenzeiten überprüft und bei Kilometer 5 festgestellt,daß der Pacemaker irgendwie ein langsameres Tempo anschlug als ich mir ausgerechnet hatte. Letzten Endes war es mir egal, da es mir nur darum ging gerade am Anfang nicht zu überziehen.Als wir dann ab Kilometer 6 aber dann doch fast eine Minute Rückstand auf meine Zeiten hatte, habe ic mich entschlossen das Tempo zu erhöhen. Vom Pulsdurchschnitt will ich hier jetzt nicht sprechen,da während eines Wettkampfes der Puls eh immer leicht eröht im Gegensatz zum Training ist. An dieser Stelle möchte ich mich mal zu der Atmosphäre äußern... Für viele Leute ist es ja unverständlich, wie man sich solche STrecken antuen kann, aber wenn man von soviele Leuten angefeuert wird, zugleich die ganzen Bands an der Laufstrecke sich anschaut (30 Stück) kann ich nur sagen, das muss man erlebt haben,einfach himmlisch. Nun aber zurück zum Lauf: Bei Kilometer 12 hatte ich dann aus meiner Minute Rückstand 2 Minuten Vorsprung rausgelaufen und lag optimal in der Zeit. Da die Laufstrecke ja aus einem Rundkus bestand der von den Halbmarathons einmal und den Marathonis zweimal durchlaufen werde musste, dachte ich mir müsste so langsam mir der beste Marathonläufer doch mal entgegenkommen. Und tatsächlich als ich bei Kilometer 15 war lied der gerade so auf Kilometer 32 mir entgegen. Aber sei es wie es sei, für mich galt nur, durchlaufen, wenn möglich in zwei Stunden und bloß nicht langsamer als der beste Marahonläufer. AB Kilometer 18 begann dann der Kampf mit mir selber.... die Beine taten weh und ich wurde richtg müde. Zahlte es sich jetzt heim,daß ich das Tempo verschärft hatte? Als dann bei Kilometer 20 der Pacemaker für die 4 Stunden/2 STunden an mir vorbeizog, gab es nochmal einen Rückschlag,allerdings nicht lange, da ich wiedreum meine Zeit gecheckt hatte und noch fast 8 Minuten für die letzten 1,1 km hatte. Also habe ich versucht das nochmal zu verdrängen und bin ein Tempo weitergelaufen, obwohl ich hier nahezu schon auf dem Zahnfleisch gekrochen bin. Jetzt waren es nur noch 200 Meter zum Ziel und ich sah die Uhr über dem Ziel. Hier nochmal ein kleiner Exkurs, es gibt zwei Zeiten die bei solchen MArathons gemessen werden. Die Zeit nach dem Startschuss (Zeit der laufenden Uhr wichtig für die Spitzenathleten) und die Zeit, der tatsächlichen Überquerung der Startlinie der einzelnen Läufer. (ich überquerte die Startlinie 1,26 Minuten nach Startschuss). Auf der Uhr über dem Ziel liefen die Sekunden zu der Zweistundengrenze ab, der Sprecher putschte die Zuschuer nochmal an,daß sie uns anfeuerten und auch uns,daß wir unter zwei Stunden blieben und jeder von uns gab nochmal so richtig Gas. Die letzte 10 Meter liefen wir durch eine Gruppe Cheerleaders und ich schaffte es tatsächlich zweimal die 2 Stunden zu knacken. Einlauf laut Zieluhr 1 Stunde 59 Minuten 59 und laut meiner Stoppuhr und offiziellem Ergebnis habe ich für die 21,1 km 1 Stunde 58 Minuten und 34,1 Seunden gebraucht.
Ziel erreicht - in einer Zeit, die für mich absolut ok ist, keine grösseren körperlichen Probleme... also alles top gelaufn für mich ...
Nun muss ich erst mal die Muskeln lockern und eine Woche ganz relaxed machen, dait ich ab nächster Woche wieder einigermaßen normal trainieren kann...
Bis auf die Zeiten bin ich eigentlich soweit ganz
zufireden... Hätte nie gedacht,daß der
Leistungsunterschied Sommer/Winter doch so gravierend ist... aber
was soll es? Hauptsache es macht Spaß, ich nehme ab und mir
geht es gut dabei...



